Neue Mitte Bürgewald
Der Wettbewerbsentwurf reagiert auf den Strukturwandel nach dem Braunkohleausstieg und transformiert das Areal in einen lebendigen Dorfmittelpunkt. Mit Fokus auf Klimaverantwortung werden bestehende Strukturen für neue Nutzungen der Bildung, Begegnung und Eigeninitiative weiterentwickelt und ergänzt.
Der Entwurf schlägt einen vernetzten, grünen Campus vor, der Bestandsbauten, bauliche Ergänzungen und den Freiraum zu einer Einheit formt. Die historische Kirche bleibt als Orientierungspunkt erhalten und wird westlich um einen Veranstaltungssaal ergänzt. Während der sakrale Kirchenraum zum offenen „Kirchenfoyer“ für Kultur und Begegnung wird, entsteht zusätzlich ein moderner Bildungstrakt mit Werkstätten und Co-Working-Spaces.
In bewusster Differenz zum massiven Bestand setzen die neuen Baukörper auf Leichtigkeit und kreislauffähige Materialien. Das nachhaltige Gesamtkonzept zeigt sich durch eine vorgefertigte, reversible CLT-Holzbauweise und den Einsatz von wohngesundem Holz, Lehm und Stroh. Die Energieversorgunger erfolgt über Sole-Wasser-Wärmepumpen und Photovoltaik, während Gründächer, Sickersenken und versickerungsfähige Beläge wesentlich zum Regenwassermanagement beitragen.
Die parkartige Gesamtanlage verwebt alle Funktionen des Campus. Ein zentrales Klima-Arboretum mit Lehrpfad vermittelt Wissen über zukunftsfähige Baumarten, während ein Naturspielplatz und ein stiller Wildstaudengarten auf dem ehemaligen Friedhof Räume für Erholung und Aktivität schaffen. Die Neue Mitte Bürgewald zeigt exemplarisch, wie das Weiterbauen im Bestand das Fundament für eine neue, nachhaltige Alltagskultur legen kann.
Zusammenarbeit: blumenstein +architekten gmbh und KUBUS freiraumplanung













